Ein Bonsai wird in die Luft gehalten
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Wenn Bäume schweben

Air Bonsai ist der Name, unter dem ein japanisches Start-up den kleinen Bäumen, für die das Land berühmt ist, das Fliegen beigebracht hat.

Eine Szene wie aus einem Sciene-Fiction-Film – und das bei Ihnen Zuhause: Eine Pflanze dreht sich, frei schwebend, in der Luft. Wie von Zauberhand wird der Bonsai getragen. Kein Wunder, dass das japanische Unternehmen Hoshinchu seine Produkte auch liebevoll „Little Stars“ nennt.

Diese Bonsais sitzen in einem Moos-Erdklumpen oder einer Keramikform und schweben tatsächlich Zentimeter über ihrer Basis. Diese erzeugt mit Hilfe von Strom ein starkes Magnetfeld, das den Bonsai gleichzeitig nach oben drückt und dennoch über der Basis am Platz hält. Bis zu 400 Gramm stemmt das Gerät. Nicht nur der Bonsai selbst, auch die Basisstation ist sehr dekorativ – aus Porzellan oder edlen Hölzern.

Wie jeder andere Bonsai darf auch der Air Bonsai nicht austrocknen. Die Pflege ist aber dennoch denkbar einfach: Die bemoosten Exemplare werden mit Wasser besprüht, die in Gefäßen vorsichtig gegossen. Auch sonst braucht es nicht viel, um mit einem Air Bonsai einen absoluten Hingucker zu haben. Im Gegenteil – je weniger im Raum an weiteren Dekorationsobjekten von ihm ablenkt, desto besser. Auch elektrische Geräte solltet ihr von seinem Magnetfeld fernhalten.

Ein Air Bonsai ist je nach Alter, Pflanze und Schale ab etwa 200 Euro zu haben und wird inzwischen von einigen Händlern importiert. Wie bei allen Bonsais gilt, ältere Exemplare sind etwas widerstandsfähiger als jüngere. Inzwischen werden aber auch andere Pflanzen in schwebenden Systemen angeboten.