Anwendung einer Fisch-Pediküre
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Tut nicht weh, kitzelt nur!

Eine neue Wellnesswelle schwappt über Deutschland: Kleine Kangali-Fischlein knabbern an den Füßen, um alte Hautpartien sanft zu entfernen, und sorgen so für schöne, geschmeidige Füße. Doch Mediziner äußern sich bisweilen kritisch.

Die Fisch-Pediküre kommt aus der Region Kangal in der Ost-Türkei. Dort leben Kangal-Minifische (Garra Rufal beziehungsweise rötliche Saugbarbe) in warmen, aber sehr kargen Quellen. Aus diesem Grund schwimmen sie auch auf Menschen zu, um der Hornhaut am Fuß nahrhaftes Eiweiß zu entziehen. Gleichzeitig geben sie ein heilendes Extrakt ab, das die Therapie bei Schuppenflechte und anderen Hautkrankheiten unterstützen kann. Dafür knabbern die Kangalfische die obersten, abgestorbenen Hautschuppen – wie ein besonders sanftes Peeling – schadlos ab. Das Knabbern empfindest Du meist wie ein angenehmes „Kitzeln“, was den Wellnessfaktor einer Fisch-Pediküre zusätzlich bedient. Nach einem etwa 15- bis 30-minütigen, angenehm warmen Fußbad mit den Kangal-Fischen kannst Du eine zarte und weiche Haut an deinen Füßen spüren.

Auf Hygiene achten!

Wenn Du diesen Wellnesstrend einmal ausprobieren willst, dann prüfe, ob der Anbieter die Wasserbecken auch regelmäßig reinigt. Denn nach jedem Kunden sollte das Wasser am besten mit UV-Licht von Keimen befreit werden. Des Weiteren müssen die Füße vor jeder Behandlung gereinigt und offene Wunden und Ekzeme kontrolliert werden. Besondere Vorsicht gilt bei Menschen mit Verletzungen und Ausschlägen an den Füßen. Werden die Hygieneregelungen seitens des Anbieters eingehalten, so ist die Gefahr einer Infektion oder Ansteckung mit Hepatitis C sehr gering. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte die Fisch-Pediküre nur von einem Heilpraktiker, Therapeuten oder Arzt vornehmen lassen. Falls Du unter Diabetes oder einem schwachen Immunsystem leidest, raten Mediziner von einer Fisch-Pediküre ab.